»Warum hast du mich mit in deine Festung genommen?«, fuhr er mich wütend an.

Einen Moment lang war ich völlig perplex.

»Du lagst halb tot direkt vor meinem Tor! Hätte ich dich überfahren sollen?«

Er flüsterte etwas in einer Sprache, die ich nicht verstand und fixierte mich mit seinen dunklen Augen. Instinktiv hielt ich meine Waffe mit beiden Händen und zielte auf ihn. Der Kerl war riesig, kräftig und überragte mich um einen Kopf. Ich war mir plötzlich gar nicht mehr so sicher, ob die Handschelle ihn wirklich an den Heizkörper fesselte oder ob er es einfach nur duldete.

»Wer bist du?«, fragte ich und verfluchte meine zittrige Stimme.

»Ich bin dein Geschenk«, zischte er rau, wobei das Wort Geschenk eher klang wie Alptraum, schlimmster Feind oder Todesurteil.

»Ich will dich aber nicht. Am besten, du verschwindest gleich wieder.«

»Das hättest du dir eher überlegen sollen«, knurrte er. »Du hast mich angenommen und jetzt wirst du mich nicht mehr los.«

                     

Einen Thuadaree geschenkt zu bekommen ist nicht wirklich eine Freude. Besonders dann nicht, wenn er der Sohn eines der mächtigsten Divergenten ist und einen mit seiner Arroganz in den Wahnsinn treibt. Doch das ist bald mein kleinstes Problem. Jemand versucht, Thoran zu töten und eine Verschwörung gegen seine Familie zwingt uns zur Flucht. Doch beim Kampf um unser Leben vergesse ich, mein Herz zu schützen…

 

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DANKE an dieser Stelle an Ruzlo, der mir das Bild zur Verfügung gestellt hat, ohne eine Zeile gelesen zu haben ...